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1. Euro-Experiment endet im Desater: Die Lateinische Münzunion

Im Jahre 1865 schlossen Frankreich, Belgien, Italien und die Schweiz einen Münzvertrag ab (die sog. Lateinische Münzunion), der detaillierte Vorschriften über Gewicht, Feingehalt, Form und Kurs von Gold- und Silbermünzen enthielt, sowie für die einzelnen Staaten Prägekontingente gemäß Bevölkerungszahl festlegte.

Die betreffenden Münzen wurden im gesamten Gebiet der Münzunion zum Nominalwert angenommen.

Der Schweizer Bundesrat befand 1866 noch: "Der Bundesrat betrachtet die Gleichstellung der Silbermünzen der vier Länder als einen ersten Schritt zur Verwirklichung des Gedankens eines Universalmünzsystems."

Der Münzvertrag, dem später auch noch Griechenland beitrat, blieb formell bis 1926 in Kraft. Seither haben in unserem Land ausschließlich Schweizer Münzen Gültigkeit.

Heute wird mit der Einführung des Euro ein neuer Schritt zu einem gemeinsamen europäischen Währungsraum unternommen; diesmal ohne die Schweiz.

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06.05.2017, 16:20
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