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Hochpreisinsel Schweiz

In der Schweiz zahlt man für viele Produkte sogenannte "Schweiz-Preise" (Zitat Martullo).

Die Preise von Konsumgütern in der Schweiz liegen im langfristigen Vergleich  mehr als einen Viertel  über dem des europäischen Auslandes (relatives Preisniveau gemäß Kaufkraftparitäten von Eurostat für 2011). Das hohe Preisniveau stellt ein großes volkswirtschaftliches Problem dar, beeinträchtigt es doch die internationale Konkurrenzfähigkeit des Landes. Die Ursachen für das Phänomen sind mannigfaltig.

Zu nennen sind mangelnder Wettbewerb, administrierte Preise oder die Abschottung des schweizerischen Marktes mit technischen Handelshemmnissen oder Agrarzöllen. 

Wettbewerbsbeschränkungen kann durch eine konsequente Anwendung des Kartellgesetzes und des Binnenmarktgesetzes begegnet werden. Wo die Herstellung von Wettbewerb nicht möglich ist, etwa bei natürlichen Monopolen wie Netzinfrastrukturen, greift die Preisüberwachung.

Technische Handelshemmnisse werden durch die Übernahme des so genannten Cassis-de-Dijon-Prinzips abgebaut und durch den der Rechtsharmonisierung mit dem umgebenden Ausland, den dieses Vorhaben ausgelöst hat.

Durch wettbewerbsbeschränkende Vertikalabreden, technische Handelshemmnisse und durch den Patentschutz können Parallelimporte verhindert werden. 

Hochpreisinsel umgehen

Identische Wintersportartikel kosten in der Schweiz zwischen 15% und 22% mehr als in den angrenzenden Ländern.

Bei den Kleidern beträgt der „Zuschlag Schweiz“ sogar bis zu 27%, bei den Schuhen bis zu 15% – dies zeigen drei neue Preiserhebungen, kritisiert der SKS in einer Mitteillung vom November 2013.

Umgehen kann man die Hochpreisinsel Schweiz gut, indem man im Internet bestellt im Ausland, wobei dies Zollrisiken mit sich bringen kann und hohe Lieferkosten.

Eine weitere Methode ist, daß man bei ausländischen Anbietern, welche auch in der Schweiz im Inland präsent sind, bestellt und die Preise vergleicht.

Die nachfolgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird laufend ergänzt.

Preisvergleiche bei Finanzprodukten

Wer Finanzprodukte abschließt, ist gut beraten, vorher zu vergleichen.

Nirgendwo auf der Welt werden mehr Versicherungen abgeschlossen und wohl kaum irgendwo sind die Krankenkassenprämien so hoch.

Wer also sparen möchte, sollte zum Beispiel Krankenkassenprämien vergleichen.

Denn um eine Krankenversicherung kommt niemand herum, sie ist gesetzliche Pflicht und ohne Zweifel ja auch sinnvoll.

Aber auch andere Faktoren berücksichtigen als nur den Preis. Manche Policen lassen die freie Spitalwahl nicht zu.

Das ist gerade nach einem OP-Pfusch oder anderen schlimmen Erlebnissen, die man in der ausgelieferten Situation als Patient in einem Spital erleben kann, wichtig.

Nach einem Unfall kann es einem zudem passieren, wenn die Krankenversicherung wegen einem Formular das fehlt, nicht zahlt oder man fälschlicherweise keine Unfalldeckung abgeschlossen hat, daß dann eine Kreditaufnahme notwendig ist.

Ein 6tätiger Aufenthalt im Spital Oberengadin nach einem 0815-Bruch (der häufigste Bruch der Welt ist ein Sprunggelenkbruch) verursacht sage und schreibe Kosten von 31.280 Franken. Wer dann noch einen OP-Pfusch in diesem Spital hat und 3 Folgeoperationen über Monate im Kantonsspital über sich ergehen lassen muß, der ist dann wirklich in einer Kreditaufnahme-Situation.

Auch hier gibt es im Vergleich der Kredite massive Unterschiede. Nicht nur je nach Bonität. Sondern auch nach Kreditart.

Wer etwa einen Konsumkredit aufnimmt, zahlt wesentlich mehr als wenn er eine Hypothek abschließt.

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21.07.2018, 21:32
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