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Kauf im Euroraum: Was ist zu beachten?

Wie schon unter "Hochpreisinsel Schweiz" angeführt, kann man einiges sparen, wenn man im Euroraum kauft.

Dennoch gibt es Fallstricke und es ist einiges zu beachten.

Schweizer-Franken.ch erklärt Ihnen, worauf Sie beim Interneteinkauf im Euroraum achten müssen:

1. Zahlungsmöglichkeiten

Händler im Euroraum bieten andere Zahlungsmöglichkeiten an als Internethändler in der Schweiz.
Während in der Schweiz die meisten Anbieter als Zahlungsmöglichkeit die Postfinance bieten, weil über 60% des Zahlungsverkehrs über die PostFinance laufen, gibt es das im Euro-Raum nicht.

Dafür gibt es andere Möglichkeiten wie etwa zu zahlen mit Paypal oder mit der laut Konsumentenschützern besseren Paypalalternative Klarna, die von immer mehr Händlern angeboten wird.

Sollten Sie weder über ein Konto bei einen Sofortzahlungsdienst wie Skrill, Paypal, Klarna oder Sofortüberweisung etc. verfügen und auch keine Kreditkarte nutzen wollen oder haben, so müssen Sie darauf achten, daß der betreffende Euroraum-Händler, bei dem Sie bestellen wollen, Vorkasse oder Nachnahme anbietet.

Die meisten Händler haben diese Möglichkeit.

Aber es gibt eine andere weitere Hürde, die Sie beachten müssen:

2. Lieferkosten beachten!

Trotzdem müssen Sie auch darauf achten, wie hoch die Lieferkosten sind.
Manche Händler verlangen horrende Lieferkosten bei Käufern aus der Schweiz.

Aber hier gibt es eine Lösung.
Nehmen Sie eine deutsche Lieferadresse in Anspruch und umgehen die Abzocke.

3. Liefert der Anbieter in die Schweiz?

Lieferung in die Schweiz ist wichtig

Viele Händler aus dem Euroraum liefern nicht in die Schweiz.
Das ist sehr ärgerlich, wenn man ein Produkt entdeckt, das wesentlich günstiger als in der Schweiz angeboten wird und man merkt, man kann es nicht kaufen.

Doch auch hier gibt es eine einfache Lösung und zwar die gleiche wie wenn man teure Lieferkosten umgehen will.
Es gibt für wenige Euro die Möglichkeit, sich die Ware an eine deutsche Lieferadresse an der Grenze liefern zu lassen. So umgehen sie die Schweiz-Diskriminierung der EU.

4. Mehrwehrsteuer

Bei der Ausfuhr von Waren in die Schweiz als Nicht-EU-Raum haben Sie Anspruch auf Lieferung ohne Mehrwertsteuer.
Die meisten deutschen Anbieter wissen, daß bei Lieferung in Drittstaaten gemäß Doppelbesteuerungsabkommen die MwSt entfällt.

Aber fragen Sie sicherheitshalber vorher, denn gerade bei Ländern wie Deutschland ist die Mehrwertsteuer sehr hoch und liegt bei 19%. In Österreich beträgt sie sogar stattliche 20%.

Sie können also ein Fünftel vom deutschen oder österreichischen Kaufpreis sparen, wenn Sie darauf achten, daß der von Ihnen ausgewählte Händler die MwSt beachtet.

5. Zahlung in Franken möglich?

Bei manchen Händler ist die Zahlung in Schweizer Franken möglich, bei den meisten aber nicht. Das müssen Sie beachten.

Sie müssen Euro überweisen. Sonst kann es sein, daß die Zahlung wochenlang braucht und dann zurückkommt.

Denn anders als Schweizer Banken, die einfach Fremdwährungen umrechnen und konvertieren, wenn sie auf einem in CHF geführten Konto eingehen, machen das die meisten EU-Banken nicht.

In die Schweiz können Sie also als Iraker irakische Dinar, als Däne dänische Kronen, als Pole polnische Sloty oder als Deutscher Euro überweisen, es wird einfach konvertiert.

Machen Sie das aber umgekehrt und überweisen nach Deutschland oder Österreich einfach den Euro-Gegenwert in Schweizer Franken, dann kommt Ihre Zahlung unverbucht - oft erst nach Wochen! - zurück.

6. Umrechnungskurs CHF - EUR

Und hier sind wir bei einem weiteren Punkt.

Sollten Sie einen Händler gewählt haben, der auch Zahlung in ausländischen Währungen wie dem Franken anbietet, so achten Sie darauf, daß der Umrechnungkurs fair ist.

Viele schlagen hier einfach bis zu 20% drauf oder auch "nur" 15%.

Dann ist es besser, sie kaufen in Euro und lassen sich an eine deutsche Lieferadresse liefern; siehe hierzu auch Punkt 2.

7. Rücktrittsrecht und Umtausch

Beim Kauf im EU-Raum haben Sie den großen Vorteil, daß Sie eine längere Garantie von 2 Jahren statt wie in der Schweiz nur 1 Jahr haben.

Und anders als in der Schweiz können Sie auch als Endverbraucher vom Kauf zurücktreten.

Das ist also ein großer Vorteil gegenüber der gesetzlichen, wirtschaftsliberaleren Regelung in der Schweiz und ein weiterer Grund für einen Kauf im Euro-Raum.

NUR:
Manche wenige Händler diskriminieren Schweizer Käufer. Sie haben in den AGB festgeschrieben, daß für Käufer aus der Schweiz oder anderen Drittländern das Rücktrittsrecht nicht gilt und daß die Garantie anders als bei Kunden aus der EU nur 1 Jahr statt 2 Jahre beträgt.

Lesen Sie daher die AGB durch, wenn Sie Wert darauf legen, lange Garantie und Umtauschrecht zu haben wie ein Kunde und Käufer aus dem EU-Raum.

8. Vergleichen Sie

Die Preise sind auch im EU-Raum teils sehr unterschiedlich.

Daher gilt: Vergleichen Sie nicht nur AGB, Lieferbedingungen und Zahlungebedingungen, sondern auch die Preise.

9. Kauf auf Rechnung und Ratenzahlung

Kauf auf Rechnung: Im EU-Raum üblich, in der Schweiz nicht.

Viele EU-Händler bieten nicht die in der Schweiz übliche Zahlungsweise "Kauf auf Rechnung" an.

Hierauf müssen Sie achten, wenn Sie diese Zahlungsmethode wünschen.

Dafür gibt es im EU-Raum eine andere, in der Schweiz unübliche Zahlungsvariante:

HIer absolut unüblich, aber in EU-Ländern kommt es mehr und mehr.

Man kann ohne Weiteres auch Kleidung auf Rechnung kaufen und andere Produkte.

Eine gute Übersicht von Anbietern, die das ermöglichen, finden Sie unter: Kleidung auf Rechnung

10. Zoll

Wichtig ist zuletzt, daß Sie darauf achten, daß in den Lieferkosten auch der Zoll, die Verzollung in die Schweiz drin-ist.

Wenn das nicht der Fall ist, kann es für Sie viele Umtriebe kosten, sofern Sie die Zollfreigrenzen bei Ihrer Bestellung überschreiten.

Dann kann es sogar sinnvoller sein, die Bestellung aufzusplitten in mehrere Bestellungen, um den Zoll zu vermeiten.

 Zoll Bestellung Schweiz Euroraum

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10.01.2019, 17:10
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