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19.I.2009 - Franken in Europa heißbegehrt - Liquiditätsmaßnahmen müssen fortgesetzt werden

Folgende Presseerklärung gibt die Schweizer Nationalbank, die von der EZB (und jeztzt auch einer polnischen Bank)) gebeten wurde, Franken zur Verfügung zu stellen, heute heraus:

Gemeinsame Maßnahmen der Schweizerischen Nationalbank, der Europäischen Zentralbank und der Narodowy Bank Polski zur Versorgung des Marktes mit Franken-Liquidität

Am 15. Oktober 2008 kündigten die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Europäische Zentralbank (EZB) gemeinsam an, EUR/CHF-Devisenswaps durchzuführen. Mit diesen Geschäften sollten Franken gegen Euro mit einer Laufzeit von 7 Tagen und zu einem fixen Preis zur Verfügung gestellt werden. Ziel dieser Maßnahme war, die Versorgung des kurzfristigen Franken-Geldmarktes mit Liquidität zu verbessern. Damals wurde bekanntgegeben, dass diese Massnahme so lange wie nötig in Kraft bleiben würde, mindestens jedoch bis Januar 2009.

Seit dem 17. November 2008 nimmt auch die Narodowy Bank Polski (NBP) an den wöchentlichen Devisenswap-Transaktionen der SNB und des Eurosystems teil.

Heute kündigen die SNB, die EZB und die NBP gemeinsam an, daß sie die Einwochen- Devisenswaps mindestens bis Ende April 2009 fortsetzen werden, um weitere Verbesserungen am kurzfristigen Franken-Geldmarkt zu unterstützen.

Was sich im Klartext hinter dieser höflich-zurückhaltenden offiziellen Formulierung verbirgt, ist ganz einfach: Der Schweizer Franken ist im Euroraum weiterhin derart stark nachgefragt, daß die Banken nicht genügend Franken zur Verfügung haben um die Nachfrage zu befriedigen. Offenbar ist das Vertrauen in den Euro wesentlich geringer, als offiziell proklamiert wird.

So müssen die Maßnahmen zur Sicherstellung der Franken-Liquidität im Euroraume nun verlängert werden. (vgl. auch: Meldung vom 16.X.2008)

 

 

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06.05.2017, 16:20
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