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Veranschaulichung Währungsrisiko bei einem Darlehen in Fremdwährung


Oft lassen sich Dinge anhand von Beispielen bzw. Beispielrechnungen besser bzw. einfacher nachvollziehen.

Daher hier ein kleines Beispiel, was mit dem Währungsrisiko gemeint ist und was ganz konkret für den Schuldner eines Fremdwährungsdarlehens bedeuten kann.

Wird der Schweizer Franken gegenüber dem Euro schwächer, wie es z. B. in im Jahr 2007 der Fall war, so können sich Darlehensnehmer von Fremdwährungskrediten über satte Gewinne bzw. Einsparungen freuen.

Allerdings kann ja der Euro auch sinken gegenüber dem Franken oder einer anderen Fremdwährung wie der japanische Yen, der ebenfalls sehr beliebt ist.

Um beim japanischen Yen zu bleiben: Dessen Wert stieg von Herbst 1998 bis Herbst 2000 um satte 80 % gegenüber dem Euro.

Exorbitante Einsparungen möglich, aber auch exorbitante Risiken

Jemand, der ein Fremdwährungsdarlehen in Yen aufgenommen hatte, um in den Genuß niedriger japanischer Kreditzinsen zu kommen, der hatte bei einer Kreditsumme des Fremdwährungskredites von z. B. 200.000 Euro mal kurz schlappe 360.000 Euro zurückzuzahlen, wenn man den Zeitfaktor unberücksichtigt läßt und einmal in der Theorie von einer Tilgung am am Ende des Zeitraums ausgeht, was in der Praxis ja so nicht stattfindet.

In der Praxis hätte der Fremdwährungsdarlehen- ja laufend getilgt, so daß er über den Zeitraum vielleicht "nur" 300.000 Euro anstatt 200.000 zurückbezahlen hätte müssen. Das sind aber immer noch 100.000 Euro mehr als einem Darlehen in der Heimatwährung.

Beim Schweizer Franken sind die Wechselkurs-Schwankungen natürlich nicht derart extrem wie bei der Beispielrechnung mit dem jap. Yen. Aber auch der Franken kann sich in einem Jahr gut und gerne um 10 % oder auch mehr gegenüber dem Euro verändern.

Die obige Beispielrechnung zeigt auf, welch exorbitante Einsparungen bei einem Fremdwährungskredit möglich sind (wenn die ausländische Währung schwächer wird) aber auch, welch extreme Währungsrisiken zu schultern sind.

Fazit

Daher raten Fachleute zu Fremdwährungskrediten, wenn man Grenzgänger ist und seinen Lohn in Schweizer Franken bezieht, weil man in der Schweiz arbeitet. Hier kann man extrem gut die niedrigen Zinsen des Schweizer Franken ausnutzen. Auch Firmen, die Einnahmen in der Währung Schweizer Franken haben, können gut und gerne einen Schweizer Franken-Kredit aufnehmnen.

Alle anderen sollten sich die Aufnahme eines Fremdwährungsdarlehens gut überlegen und sich das Risiko von Währungsschwankungen zu Ihren Ungunsten nocheinmal vor Augen führen.

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06.05.2017, 16:20
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